Kandidaten-Check

Martin hat einen Kandidaten-Check zur Bundestagswahl 2013 aufgetan und durchgespielt. Hier mein Ergebnis dazu, was durchaus mit meinen Wahl-O-Mat-Ergebnissen korrespondiert:

  • Monika Lazar (Grüne): 20 Übereinstimmungen bei 24 Thesen
  • Mike Nagler (Die Linke) in der Übersicht: 20 Übereinstimmungen bei 24 Thesen
  • Wolfgang Tiefensee (SPD): 20 Übereinstimmungen bei 24 Thesen
  • Sebastian Czich (Piraten): 17 Übereinstimmungen bei 24 Thesen
  • Dr. Thomas Feist (CDU): 8 Übereinstimmungen bei 24 Thesen
  • Holger Krahmer (FDP): 7 Übereinstimmungen bei 24 Thesen

Die Kandidaten von DIE PARTEI, BüSo und NPD haben sich beim Kandidaten-Check nicht beteiligt.

Wie schaut es bei euch aus?

#LeipzigHilft

Das Thema der letzten Tage und Wochen ist ja leider die Hochwasser-Situation in vielen Teilen Deutschlands. Vielerorts bildeten sich ausgelöst durch die Flut quasi über Nacht Aktionsgruppen und Teams, vorallem über Soziale Netzwerke, die mit ihren Mitteln versuchen der Situation Herr zu werden und zu helfen, wo und wie es geht. Eine Aktion, von der ich über die L-IZ erfuhr, ist LeipzigHilft. Da ich unbedingt helfen wollte und man als einzelstehender aber relativ wenig ausrichten kann, beschloss ich am Freitag letzer Woche, kurzerhand mitzumachen.

Zusammen mit vielleicht 50 bis 70 anderen sind wir am Wochenende von Leipzig aus im Fahrzeugkorso „ausgerückt“. Wir fuhren ordnungsgemäß mit blauen Fähnchen beflaggt und mit Polizeischutz los nach Dautzschen, was nördlich von Torgau, im Kreis Nordsachsen liegt. Durch Torgau fließt die Elbe, und ihr könnt euch denken, worum es ging. Kaum angekommen, wurden wir schon von den vor Ort tätigen Freiwilligen Feuerwehren Prettin und Axien empfangen, und an den Ort des Geschehens geführt. Aufgabe des Tages war es, einen Damm von mehreren hundert Metern Länge mit Sandsäcken zu verstärken und abzusichern. Beliefert wurden wir mit allem was fahren und Lasten tragen konnte, sei es ein Baustellen-LKW, Trecker, Bw-KAT oder ein vergleichsweise kleines Multicar.

Ich glaube ich lasse mal Bilder sprechen:

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Gegen Feierabend und nach gefühlten zehn Millionen Sandsäcken wurden wir von Bw-Truppen abgelöst, die den Damm weiter verstärkten. Glücklich, etwas bewegt zu haben, aber auch erschöpft und müde fuhren wir dann zurück nach Leipzig, wo wir gegen 20h eintrafen. Viele von uns sagten gleich zu, am nachfolgenden Sonntag erneut bereit zu sein, wo auch immer es hingehen möge. Ich entschied mich spontan auch dafür, denn wenn man schon mal so ein tolles Team hat, dann soll man auch dabei bleiben.

Sonntag so ab neun Uhr, nachdem wir alle hoffentlich gut ausgeschlafen hatten, trafen wir uns wieder am üblichen Ort, am Chausseehaus Leipzig. Die Orga klärte noch bis zur letzten Minute das Ziel ab und entschieden wurde für die Stadt Meißen (Stichwort Porzellan) , die es wie wir später selbst sehen würden, schwer getroffen hatte. Langsam füllte sich der Parkplatz und ich meine deutlich mehr Leute als am Vortag gezählt zu haben.

Nach kurzer organisatorischer Einweisung ging es wie Tags zuvor mit Polizeibegleitung auf die A14 Richtung Dresden. Kolonne fahren in der Stadt ist schon nicht ohne, da man gut aufpassen muss den Anschluß nicht zu verlieren und das sich niemand zwischen reindrängelt. Auf der Autobahn mit Tempo 100 ist das noch ne Ecke anders, vorallem da man den Abstand zwischen den Autos nicht zu groß lassen sollte. Mein ganz großer Dank geht an unsere beiden Motorradbegleiter, die für uns die Auffahrten freihielten, denn Ausweichen für einen Auffahrenden geht in der Kolonne nicht wirklich. Es macht auf jeden Fall Spaß, mal sowas zu erleben.

In Meißen angekommen, halfen wir zuerst eine von Sand und Geröll verschlammte Kreuzung freizuräumen, bevor wir uns dann in kleine Grüppchen aufteilten und an verschiedenen Orten halfen. Mich verschlug es mit ein paar anderen in die Altstadt, wo wir z.B. zusammen mit Helfern der Pfadfinder versaute und klitschnasse Bodenbeläge aus den Läden und Geschäften rausrissen. Die Verlegefirmen haben jedenfalls seinerzeit gute Arbeit geleistet, denn die Auslegware hielt verdammt gut und waren teilweise nur mit roher Gewalt vom Estrich zu trennen. Wir hätten gleich zu Anfang auf den Trick kommen sollen, uns Grifflöcher in den Belag reinzuschneiden. Man lernt halt nie aus. 😉

Insgesamt haben wir über den Tag verteilt fünf bis sechs Läden ausgeräumt, denn so gut wie alles war durch das Wasser zerstört und unbrauchbar.

Was insgesamt an Helfern und Hilfsorganisationen in Meißen tätig war, ist schon erstaunlich. Bundeswehr, THW, unzählige Freiwillige, die Pfadfinder, die Heilsarmee, die mit Pendelbussen alle Helfer kontinuierlich mit Essen und Trinken versorgte und viele viele mehr. Es ist gut zu sehen, das die Menschen so zusammenarbeiten können, wenn sie nur wollen. Schade, das es da immer erst Katastrophen als Auslöser braucht.

Schön und guttuend fand ich die Dankbarkeit, die uns entgegengebracht wurde. Sei es der direkte Dank einer Ladenbesitzerin, der wir mit unserem Tun ein klein Wenig Mut und Zuversicht geben konnten, oder aber die winkenden Leute am Straßenrand, die uns sowohl in Torgau als auch in Meißen grüßten.

Jetzt aber wieder ein paar Bilder vom Tag:

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Ich habe hier bewusst auf Fotos aus der Innenstadt weitesgehend verzichtet, da ich nichts von Katastrophensightseeing halte. Was ich auch in Meißen erlebt habe, ist das es Spaziergänger in „Sonntagsuniform“ gab, die einfach nur zum Gaffen durch die Innenstadt schlenderten und dann durch die Polizei und andere Kräfte zum weitergehen überredet werden mussten. Sowas ist einfach nur übel.

Weitere Bilder gibt es sicher in Bälde auch bei LeipzigHilft.

Ich möchte mich hiermit bei allen Mithelfern, der Orga von LeipzigHilft, dem Verpflegungsteam und allen, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben, herzlich bedanken. Dieses Wochenende war eine sicher noch lange nachwirkende Erfahrung für mich.

Nachtrag: Unsere Aktion hat einiges Presseecho erzeugt, was ich hier gerne verlinken möchte:

  • Leipziger Internet-Zeitung: Flutkatastrophe: Heilsarmee Leipzig zieht Zwischenbilanz
  • Leipziger Internet-Zeitung: Reinigungs- und Aufräumeinsatz von ca. 60 Leipziger Helfern in Meißen
  • Leipzig-Fernsehen: Videointerview mit einem der Aktionsgründer
  • Leipziger Internet-Zeitung: Leipzig hilft (1) – Keine Helden sondern Menschen: Wie "Leipzig hilft" entsteht
  • debianforum.de und IPv6

    Lange schon gab es den berechtigten Wunsch der Besucher und Nutzer von debianforum.de, das die Seite auch per IPv6 erreichbar sein sollte.

    Lange lange hat es gedauert (ja, ich gestehe zu lange), aber seit heute sind das Forum, das Wiki, unser Planet sowie weitere Dienste wie der Jabber-Server (und feltel.de) alle neben der üblichen IPv4-Konnektivität auch per IPv6 erreichbar. Die Einrichtung ging unerwartet einfach und problemlos und so wie es aussieht, ist dabei auch nix kaputt gegangen. Also Serverbetreiber, stellt zusätzlich auch IPv6 bereit, und das eher als es bei mir passiert ist. 😉

    kleine Tastaturbastelei zum Jahresausklang

    Was macht man, wenn man über die Feiertage langeweile hat? Richtig. Man macht das, was man schon immer mal machen wollte. In meinem Fall meine Unicomp Customizer entknarzen. Die Unicomp Customizer ist ein Nachbau der IBM Model M-Tastatur, die, ohne mich weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, wohl die beste jemals produzierte Tastatur ist.

    Unicomp hatte seinerzeit per Management Buyout die Fertigungsanlagen und Patente zur Tastaturenfertigung von Lexmark, die wiederrum eine Ausgründung von IBM sind, gekauft und produziert seitdem verschiedenste Model-M-Varianten, vorallem welche mit USB-Anschluß. Leider ist es wie es ist, es ist nicht ganz das Original. Die Kunststoffe sind anders, so das die Tastatur an den Rändern, wo die Gehäusehälften überlappen, bei Druck zum knarzen neigt. Zum Glück ist die Grundkonstruktion noch genauso wie das Original, und auch vier 5,5mm Außensechskant-Schrauben reichen, um das Gehäuse zu öffnen. Die Innenseiten der oberen Gehäusehälfte habe ich dann mit schmalen Streifen Panzertape versehen. Das reicht, um das knarzen zu beseitigen.

    (mehr …)

    TV-Tipp: Goldman Sachs – eine Bank lenkt die Welt

    Relativ selten gebe ich TV-Tipps, aber ich sehe gerade eine Aufzeichnung von gestern, die ich euch nicht vorenthalten will. Die Arte-Doku mit dem Titel „Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt“ ist geradezu erschütternd, mit welchen Methoden „ehrenwerte Banker“ arbeiten um immer mehr Gewinn zu machen und wo sie überall ihre Finger drin hat. Da werden z.B. Kunden wohlwissend Schrottpapiere verkauft und hintenrum wettet man das diese Papiere im Kurs fallen. So kann man gleich zweimal einsacken.

    Man hat ja schon viel Gehört, so manches gedacht oder z.B. in Michael Moores „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ gesehen, aber das ist wirklich abartig. Das dumme daran ist, das die damit durchkommen.

    LPIC-1 Zertifizierung erreicht

    Ich hab mich heute früh riesig gefreut, als ich schlaftrunkenen Auges meine Mails checkte. Vom LPI erhielt ich die freudige Nachricht das ich meine LPI-102-Prüfung, die ich auf dem diesjährigen LinuxTag abgelegt habe, bestanden hab. Die 101-Prüfung hatte ich auf den CLT 2012 gemacht. Damit bin ich jetzt hochoffiziell LPIC-1-Zertifiziert. 🙂

    Ich hatte eigentlich kein gutes Gefühl bei der Prüfung, denn schon als ich den Prüfungsraum verlies fiel es mir wie Schuppen von den Augen das ich mindestens zwei drei Fragen falsch beantwortet hatte. Beschäftigt hat mich das vielleicht noch ne Woche lang nach der Prüfung. *grrr*. Zum Glück hats dennoch gereicht.

    Das nächste Ziel steht schon fest und genug Lesestoff dafür habe ich auch schon:

    LPIC-2 / LPI 301 OpenSource-Press

    BTW: Das nächste Ziel ist selbstredend erstmal LPIC-2; das Bücherbundle war nur günstiger als der Einzelkauf 😉

    Danke für zehn Jahre debianforum.de

    Ich kann es selbst kaum glauben das es schon so lange her ist, aber es ist tatsächlich so. debianforum.de in der jetzigen Form ist mit dem heutigen Tag zehn Jahre alt. Nie im Leben hätte ich im Dezember 2001 damit gerechnet das sich das Projekt so lange und so erfolgreich entwickelt und auch heute noch immer wieder neue User zu uns kommen. Es ist eine wirklich nette Community aus der sich auch einige persönliche Freundschaften entwickelt haben.

    Ich möchte die Gelegenheit heute nutzen, mich bei allen aktiven und ehemaligen Nutzern und Nutzerinnen aber auch Moderatoren und Moderatorinnen sowie den zahlreichen Spendern bedanken. Auch danke für die stetige konstruktive Kritik, die hilft, die Seite immer weiter zu entwickeln und besser zu machen. Ohne euch wäre die Seite nie das geworden, was sie heute ist. Vielen vielen Dank euch allen und lasst uns gemeinsam an den nächsten zehn Jahren arbeiten. 😉

    Stadtradeln 2011 beendet

    So schnell gehen drei Wochen rum. Seit Mittwoch ist das Stadtradeln 2011 für Leipzig schon zu Ende und ich habe daran das erste mal teilgenommen. 586 Kilometer habe ich zusammengeradelt und mein Auto nur noch seltenst genutzt. Ist schon erstaunlich was so zusammenkommt. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht und war für mich eine ganz neue Erfahrung vorallem was man wie schnell mit dem Rad erreichen kann. Früher war ich ja eher abseits der Straße unterwegs.

    Wie ich schon vor kurzem vermutete haben wir in Leipzig mehr Kilometer zusammenbekommen als München und sind mit deutlich über 300.000 km an Platz eins des Teilnehmerfeldes.

    2012 werde ich wieder mitmachen und versuchen noch den einen oder anderen Kilometer mehr zu radeln.